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28.04.09: Forum Land

„Jahr der Bestäubung 2009“
Bestäubung

„Forum Land“ lud ein zur Diskussionsveranstaltung

„Mehr Früchte im Garten! 2009 - Das Jahr der Bestäubung“.

Am Dienstag, 28. April um 19.30 Uhr in der Landwirtschaftlichen Fachschule Unterleiten, 3343 Hollenstein, Dornleiten 1.


Begrüßung: Direktorin Marianne Schallauer, LFS Unterleiten

Impulsreferate:

  • IM Heidrun Singer: „Plattform Imkerinnen Österreich“
  • MMag. IM Friedrich Haselsteiner: „Vertragliche Aspekte der Bestäubungsdienstleistung mit der Honigbiene“
  • Mag. Wolfgang Dobritzhofer: „Gewerbe- und sozialrechtliche Aspekte der Bestäubungsdienstleistung mit der Honigbiene“
  • IM Franz Teichmann: „Einstieg in die Imkerei - Förderungen, Vereinsstruktur“
Moderation: Dipl.-Ing Herbert Staudigl, NÖLLWK


Bericht:

„„Imkerei – Neuer Schwung für ein altes „Handwerk“
Forum Land – Mit Top-Produkten und Info-Veranstaltung zum Thema Honig soll auf die Bedeutung der Biene für eine intakte Umwelt hingewiesen werden.

Neben dem Rind, Schwein, Huhn und dem Schaf zählt die Biene zu den wichtigsten Nutztieren. Ebenso wissen nur wenige, dass die nektar- und pollensammelnden Insekten für satte 80 Prozent der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen sorgen. Dabei geht die Zahl der Bienenvölker wie die ihrer Züchterinnen und Züchter ständig zurück – auch in Niederösterreich.

„Mehr Früchte im Garten“

Grund genug also für Forum Land, um unter dem Titel „Mehr Früchte im Garten“ zu einer Diskussionsveranstaltung über die Zukunft der Imkerei in die LFS Unterleiten im Bezirk Amstetten einzuladen. Zahlreiche Imkerinnen und Imker haben dabei von dem Infoangebot rund um die Themen Einstieg und Förderungen, Bestäubungsdienstleistungen sowie zu gewerbe- und sozialrechtlichen Aspekten Gebrauch gemacht.
Die wichtige Rolle der Bienen als Umweltindikatoren im Bereich der Biodiversität unterstrich dabei Imkermeisterin Heidrun Singer, die Initiatorin der „Plattform Imkerinnen Österreich“ in ihrem Vortrag: „Die Blütenstetigkeit der Honigbienen, womit gemeint ist, dass die einzelne Biene immer nur eine Blütenart befliegt, ist von unschätzbarer Bedeutung – für den erwerbsmäßigen Obstbau wie für einen Gartenbesitzer“, so Singer.
Gleichzeitig will die Imkerinnen-Plattform in Zusammenarbeit mit den „Bienenfreunden“ und dem NÖ Imkerverband nun das Image der Imkerei verbessern, neue Marketing-Wege beschreiten – und das Interesse an einem „alten Handwerk“ neu beleben. Darum haben die Verbände 2009 auch zum „Jahr der Bestäubung“ erklärt. „Um die Konsumenten auf Top-Produkte aufmerksam zu machen und um hinzuweisen, dass allein der Bestäubungswert durch Bienen an landwirtschaftlich genutzten Pflanzen in Österreich bei 500 Millionen Euro liegt“, so Imkermeister Mag. Friedrich Haselsteiner, Koordinator der „Bienenfreunde“. Aktuell liegt der Selbstversorgungsgrad bei Honig in Österreich bei 59 Prozent, der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch ist auf 1,2 Kilogramm gesunken. In Niederösterreich sind 3119 Imker tätig, die 33.000 Völker betreuen. Interessantes Detail: Während das Durchschnittsalter der männlichen Imker bei 68 Jahren liegt, sind die Imkerinnen im Durchschnitt nur 40 Jahre alt.
Über die gewerbe- und sozialrechtlichen Aspekte sprach Mag. Wolfgang Dobritzhofer von der LK-NÖ, moderiert wurde die Veranstaltung von DI Herbert Staudigl. Die Vereinsstrukturen und Förderungen erläuterte Franz Teichmann, Bezirksobmann für 23 Ortsgruppen im Bezirk Amstetten. Den anwesenden Imkern wurde die Teilnahme an der Forum Land-Diskussion als Fortbildungsveranstaltung im Rahmen des Österreichischen Tiergesundheitsdienstes angerechnet. Erfreulich ist, dass mit LFS-Direktorin Marianne Schallauer vereinbart werden konnte, dass im Rahmen der Schulpräsentation am 6. und 7. Juni 2009 ein eigener Imker-Stand mit Schaustock und Produkten dabei sein wird.“


(Beitrag: Mag. Michael Kostiha; erschienen in „Österreichische Bauernzeitung“ – Nr. 19; 7. Mai 2009; S. 12)
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